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Im Folgenden soll die Analyse eines Knaben mitgeteilt werden, der wegen einer Herzneurose und eines Pavor nocturnus in die Behandlung kam. Die Mitteilung dieser einfachen Kranken- und Behandlungsgeschichte eines Kindes erscheint aus folgenden Gründen gerechtfertigt: Diese Analyse kann ein gewisses Licht auf die Bedeutung des Pavor nocturnus oder vorsichtiger ausgedrückt einer Form von Pavor nocturnus werfen.1) Außerdem zeigt uns die Analyse beim Kinde eine ganze Reihe von Mechanismen unmittelbar in ihrem Entstehen, z. B. Reaktionsbildung, Projektion, Über-Ich-Bildung, Entscheidung zwischen sozialer und asozialer Unterbringung von Trieben und manche anderen Mechanismen des kindlichen Seelenlebens, während wir in Analysen Erwachsener vor die fertigen Resultate dieser Prozesse gestellt werden und den Vorgang selbst erst deutend erschließen können.
Das Kind, über das ich hier berichten möchte, ist zur Zeit der Aufnahme der Behandlung sieben Jahre alt. Es ist ein kleiner, körperlich mäßig entwickelter, hübscher Knabe. Sein Gehaben macht zuerst den Eindruck scheuer Ängstlichkeit und Schüchternheit, doch zeigt sich sehr bald, daß er auch sehr lebhaft, zutraulich und gesprächig sein kann. Die Schüchternheit geht nicht tief, sie ist die Oberfläche, hinter der die Lebendigkeit eines richtigen Gassenjungen steckt. Seine Intelligenz ist gut entwickelt, er hat einen regen Mutterwitz; die Schulerfolge (1. Volksschulklasse) sind mittelmäßig, entsprechend seiner