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Auszug aus einem in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 2. Dezember 1933 gehaltenen Fortrag, der in Imago (XX. Jg. Heft 2) vollständig abgedruckt wurde. Aus dem Englischen übersetzt von Anna Freud.
„Der Drang des Menschen, anderen mitzuteilen, was in seinem eigenen Inneren vorgeht, hat von jeher die Aufmerksamkeit und das Interesse der Psychoanalyse auf sich gezogen. Wir können das Vorhandensein dieses Mitteilungsdranges bis in das früheste Säuglingsalter hinein verfolgen. Der Säugling zeigt der Außenwelt sein Verlangen nach Nahrung, Wärme und Behagen durch Schreien und Weinen an; das Kleinkind ist bereits imstande, die gleichen Bedürfnisse mit Hilfe von Worten mitzuteilen. Die so geäußerten Wünsche des Kindes beschränken sich aber nicht nur auf das zur Lebenshaltung Notwendige, sondern schließen auch das Geliebtwerden ein, mit allen Lustgefühlen, die das Kind daraus zieht. Eine solche Mitteilung des Bedürfnisses nach Liebe hätte dann im extremen Fall die Form einer Liebeserklärung.
Diese einfache Situation verändert sich, wenn unter dem Einfluß der erziehenden Mächte eine Trennung der Bedürfnisse in erlaubte und unerlaubte vorgenommen wird. Von da an teilt das Kind nur mehr die erlaubten Wünsche mit, die unerlaubten werden von der Mitteilung ausgeschlossen und vor den Eltern verborgen, weil sonst die Gefahr des Liebesverlustes drohen würde. Die Erfahrung zeigt aber, daß die Mitteilung der verbotenen Bedürfnisse auch dann noch vorkommt. Das Kind verrät sich, sagt mehr oder anderes, als es beabsichtigt. Es macht Fehlhandlungen oder bildet Symptome und bringt damit, wie unter einem Zwang, gerade die von den Eltern verpönten und von ihm selbst jetzt schon als böse beurteilten Wünsche zu einer entstellten Äußerung, die man am besten als unfreiwilliges Geständnis bezeichnen könnte.”
Mit dem freiwilligen Geständnis sucht das Kind die Verzeihung der Eltern und die Beruhigung seines schlechten Gewissens. „Es sucht die Versicherung, daß es trotz seiner bösen Wunschregu