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Aus den theoretischen allgemeinen und besonderen klinischen Arbeiten Freuds kennen wir die Bedeutung des Narzißmus für den Aufbau der psychischen Persönlichkeit. Ferner hat Wilhelm Reich1) ein Buch über den triebhaften Charakter geschrieben, das auch dem Pädagogen — nicht allein dem Psychotherapeuten — sehr wertvolle und schätzenswerte Aufschlüsse über eine Kategorie von fehlentwickelten Menschen gibt. Hier sind auch die Hinweise Aichhorns2) nicht zu vergessen, der es seinerzeit als Vorsteher einer Erziehungsanstalt mit ähnlichen Leuten zu tun hatte, wie sie uns in der heutigen Diskussion beschäftigen werden.
Freud hat seine Bezeichnung „Narzißmus” bekanntlich nach dem Vorbilde der griechischen Sagenwelt geschaffen. Narkissos sieht in einem Wasser sein Spiegelbild und verliebt sich so selbstvergessen und heftig darein, daß er sich sehnsüchtig hineinstürzt und ertrinkt.