You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Vermittlung psychoanalytischer Kenntnisse, die Art wie der Erzieher das neue Wissen mit seinen Anschauungen und seiner Praxis in Übereinstimmung bringen kann, hat in den letzten Jahren in einzelnen Ländergruppen der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (I. P. V.) manche Erweiterung und Ausgestaltung erfahren. Bis dahin war der Pädagoge bei seinem Studium fast ausschließlich auf die psychoanalytischen Veröffentlichungen angewiesen; die Nutzanwendung war ihm allein überlassen, nur ganz wenigen stand dabei ein analytisch geschulter Psychologe, z. B. ein ausübender Psychoanalytiker zur Seite. Dazu kam noch als Erschwerung, daß die Anfeindungen, denen die Psychoanalyse verschiedentlich ausgesetzt war, die Lernenden sehr früh in die Rolle des Propagandisten drängten und an der ruhigen Verarbeitung störten. Seitdem aber in den letzten Jahren die Organisation des Unterrichts in der therapeutischen Analyse solche Fortschritte gemacht hat, mehren sich die Anzeichen, die auf die Schaffung ähnlicher, auf die spezielle pädagogische Tätigkeit abgestimmten Einrichtungen schließen lassen. Die eigene Analyse — in Wien „Pädagogenanalyse” genannt — ist heute schon in einzelnen Gruppen wesentliche Voraussetzung für die weitere wissenschaftliche