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Vor kurzem veröffentlichte das Instiute for Psychoanalysis in Chicago seinen dritten Jahresbericht, der wiederum in übersichtlicher Weise ein Bild von der Ausbildungstätigkeit und den Problemen der am Institut betriebenen Forschung berichtet. Die Stellungnahme des Instituts zu den Problemen der Kinderanalyse und der Zusammenarbeit mit den Erziehern geht aus drei Abschnitten hervor, die wir im folgenden in einer ”Übersetzung nach dem Originalbericht wiedergeben:
Seit der Gründung des Institutes haben wir die Hoffnung, unsere therapeutische und wissenschaftliche Arbeit auch auf Kinder auszudehnen. Wie wir schon im letzten Jahresbericht ausführten, ist die vorbeugende Anwendung der Psychoanalyse wahrscheinlich in der Zukunft ihr wichtigstes Anwendungsgebiet. Des Kindes seelisches Wachstum sollte durch die Vermeidung von solchen pathogenen Einflüssen, die wir für dio spätere Entwicklung von Psychoneurosen und Psychosen als verantwortlich anzunehmen gelernt haben, in gesunde Bahnen geleitet werden.
Da Beiträge zur Errichtung einer Kinderabteilung bereits gesichert sind, so hoffen wir, einen oder mehrere Kinderanalytiker anstellen zu können; diese können dann zur Lösung jener Probleme beitragen, die die Anwendung der Analyse in der Erziehung betreffen. Gleichzeitig halten es die Kuratoren und die Mitarbeiter des Institutes nicht für richtig, den Wirkungsbereich zu schnell oder zu weit auszudehnen. Es ist von großer Wichtig. keit, daß dio bereits im Gang befindlichen Arbeiten sich langsam entwickein können und damit der gesunde Aufbau sich festigen und stärken kann, so daß die Weiterentwicklung des Programms sich anschließt.
Gleichwohl wächst das Bedürfnis nach einem Kinderanalytiker im Mitarbeiterkreis des Institutes. Durch Material, welches mit der Technik der Kinderanalyse gefunden wurde, wollen wir unsere Befunde ergänzen, die von Material aus Erwachsenenanalysen stammen. Ein Beispiel für dies Bedürfnis zeigt sich in unseren Studien über die äthiologischen Fa