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Das Buch enthält Bildermaterial der Plastiken, die Blinde unter Leitung Prof. Viktor Löwenfelds geschaffen haben, und einen theoretischen Teil von Ludwig Münz.
Münz referiert eingangs die bisherigen blindenpsychologischen Theorien. Diese lassen sich im wesentlichen zwischen zwei Extremen anordnen: die eine, im 18. Jahrhundert durch Herder vertreten, schreibt den Blinden ein spezifisches, durch das Tasten erworbenes Raumerlebnis zu, das qualitativ wesensverschieden von dem Raumerlebnis der Sehenden ist. (Glücklich ope rierte Blinde stehen der Sehwelt erst ganz hilflos gegenüber.) Demgegenüber haben einige Experimentalpsychologen des 19. Jahrhunderts die Raumauffassung der Blinden nicht anders als eine Minusvariante von der normalen