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Im folgenden will ich Beobachtungen über die ersten zwei Lebensjahre des kleinen Andreas mitteilen; sie wurden, durch eine vorteilhafte Konstellation begünstigt, von mir selbst gemacht.
Andreas war das zweitgeborene Kind, er hatte einen um dreizehn Monate älteren Bruder. Seine Geburt war ganz leicht und verlief normal. Die ersten vier Wochen brachten nicht Nennenswertes. Von da an versiegte allmählich die Muttermilch, so daß man nach der sechsten Woche gänzlich zur künstlichen Ernährung übergehen mußte. Das Absetzen von der Mutterbrust und den Übergang zur Flasche schien das Kind ohne merkliche Erschütterung gut zu vertragen. Er bekam seine Nahrung mittels einer Soxletflasche.
Nach kaum zwei Wochen trat eine Darmerkrankung auf. Diese gab Anlaß, auf die Flasche zu verzichten und die Nahrung mit einem silbernen Löffelchen zu verabreichen. Nach dem Essen bekam das Kind den Lutscher. Auch gegen diese Art der Ernährung zeigte es keine Einwände. Zugleich mit der Darmerkrankung war im Gesicht ein Ekzem aufgetreten, das sich immer mehr verbreitete; die Darmerkrankung war längst wieder behoben, als das Ekzem sich noch hartnäckig behauptete. Es erfüllte die Eltern und den Arzt mit großer Sorge. Es schien jeder Therapie zu trotzen und verursachte heftiges Jucken, so daß der Schlaf bei Tag wie bei Nacht gestört war. Beide Hände mußten an den Wagen gebunden werden, damit das Kind nicht kratzen konnte. Das Kind versuchte sich gegen den Juckreiz so zu helfen, daß es den Kopf hin und her drehte; so bot es in diesem Stadium ein jammervolles Bild.
Jedem, der das Kind zu dieser Zeit sah, fiel die scheinbare Geduld und Gelassenheit auf, mit der es die großen Schmerzen zu ertragen schien. Wenn Umschläge oder Salben keine Linderung brachten, klagte das Kind nur durch leises Wimmern, nicht durch Schreien. Ließen die Schmerzen nach, nahm es Nahrung zu sich und schlief für kurze Zeit ein. Von einer regelmäßig durchgeführten Ernährung aber kann in dieser Zeit nicht gesprochen werden. Vier Monat