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Heinzi ist gerade drei Jahre alt geworden, als er das erstemal in den Kindergarten eingeschrieben wird. Er ist ein einziges Kind und seine Eltern leben in auskömmlichen Verhältnissen. Sein Vater ist Ingenieur, die Mutter ist zu Hause und führt die Wirtschaft. Vater und Mutter stehen beide etwa im Alter von vierundreißig bis sechsunddreißig Jahren. Heinzi besitzt zwar ein eigenes Spielzimmer, schläft aber im Schlafzimmer der Eltern. Das Kind sieht besonders zart aus, ist nicht gerade hübsch zu nennen, hat aber sehr viel Liebreiz, wodurch es sich bald die Sympathien von Groß und Klein erwirbt. Die Mutter ist eine nette Frau, die sich die Erziehung ihres Kindes anscheinend sehr angelegen sein läßt und sich viel mit ihm beschäftigt. Sie ist uns gegenüber anfangs ein wenig reserviert, wir sehen nur, daß sie sich zum Kind recht nett und humorvoll verhält, doch wir wundern uns gleichzeitig, daß das Kind so auffallend zerfahren und oft aggressiv ist. Heinzi kommt gleich zu Beginn des neuen Arbeitsjahres, also schon im September in den Kindergarten. Es sind noch wenig Kinder da und es wird bei dem schönen Wetter ausschließlich im Garten gespielt. Heinzi bleibt gleich am ersten Tag, ohne eine Miene zu verziehen, im Kindergarten und schließt sich sofort an das junge Mädchen an, das während der ersten zwei Wochen die wenigen Kinder betreut.
Zu diesem Zeitpunkt lernte ich ihn kennen. Gleich in den ersten Tagen, die ich im Kindergarten war, begann Heinzi große Eßschwierigkeiten zu machen. Er brach in Tränen aus, sobald die Frühstückszeit da war, und da meine Mitarbeiterin behauptete, er müsse die ohnehin sehr dünnen Brotschnitten aufessen, weil die Mutter großen Wert darauf lege, so versuchten wir mit vereinten Kräften, ihn doch zum Essen zu bewegen. Nach ein paar Tagen kam nun die Mutter selbst und bat, das Kind nicht zum Essen zu zwingen, da es plötzlich deshalb nicht mehr in den Kindergarten gehen wolle. Ich war sehr froh darüber und erfüllte nur zu gerne ihren Wunsch. Trotzdem