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(Journal de Psychiatrie infantile), III. Jahrg., Heft 1, Mai 1936. (Vgl. Ztsch. f. psa. Päd., Bd. VIII, 1934, S. 278).
Dieses Prof. Sigm. Freud zum 80. Geburtstag gewidmete Heft enthält neben einem Glückwunschschreiben des Herausgebers, Doz. Dr. M. Tramer, Direktor der Kant. Heilanstalt „Eosegg”, Solothurn (Schweiz), Arbeiten von ärztlichen Vertretern der Psychoanalyse und Besprechungen analytischer Literatur.
Dozent Dr. Josef K. Friedjung schreibt einleitend über
Organische Ausdrucksrnittel der Kinderneurose folgendes:
„Als ich vor mehr als 34 Jahren auf dem Wege zur Wiederentdeckung der später sogenannten rezidivierenden Nabelkoliken der Kinder — Wertheimbers erste Beschreibung dieses Krankheitsbildes war der Vergessenheit anheimgefallen — beim Studium der Literatur mit dem seither berühmt gewordenen Buche von Breuer und Freud1) bekannt wurde, wußte ich es zunächst meinen damaligen wissenschaftlichen Anschauungen nicht einzuordnen. Bis dahin gewöhnt, überall in der Krankheitslehre an das anatomische Substrat zu denken, sah ich hier mit einem Male den Blick vornehmlich auf die Funktion gerichtet, die unter dem Einflusse seelischer Energien eine Wendung ins Krankhafte nehmen konnte. Alltägliche, zu wenig beobachtete Beobachtungen erschienen aber damit allmählich in neuem Lichte, gewannen an Bedeutsamkeit: das Schwanken etwa künstlerischer Leistungen, sportlicher Erfolge unter dem Einflusse der „Disposition”, selbst des Bestehens in der Schule wurde unserem Verstehen zugänglicher. Aber auch manches bis dahin dunkle Geschehen an Kranken, auch am Kinde, wurde klarer. Freuds weitere grundlegende Arbeiten lehrten uns bald insbesondere das Kind von neuen Seiten sehen, sein Triebleben, bis dahin unbeachtet, rückte in unser Blickfeld, und ein immer weiter gezogener Kreis krankhafter Erscheinungen selbst schwerer Art wurde als funktionell entlarvt. Zuerst war es das damals in Mitteleuropa rasch an Verbreitung gewinnende einzige Kind, das mit seiner eigenartigen Pathologie mannig