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Wie aus dem Titel hervorgeht, soll dieses Buch der Förderung praktischer heilpädagogischer Arbeit dienen. Seinen Ausgangspunkt bildet die Darstellung heilpädagogischer Tätigkeit in einem Kinderheim, die man gewöhnlich als hoffnungslose Fälle betrachtet, deren Erziehbarkeit oder Entwicklungsfähigkeit auch der Fachmann anzweifelt und die zumeist lebenslänglich in Pflegeanstalten untergebracht werden. Detaillierte Schilderung der Organisation dieser Arbeit, der Kontaktanbahnung mit den Kindern, der durchgeführten Betätigungsweisen und des angewendeten Materials, sowie Protokolls über den Arbeitsverlauf und Erfolg geben nicht nur ein klares Bild über die geleistete Arbeit (an jüngsten Kleinkindern bis zum 14. Lebensjahr), sondern bieten auch ausführliche Anleitung zur Arbeit mit schwachsinnigen Kindern bis zur erreichten Hilfsschulfähigkeit.
Die Bildung der Kinder wird auf zwei Haupteigenschaften angestrebt:
Orientierung und manuelle Betätigung in der Dingwelt.
die Sprache; anschließend das Lesen.
Den besonderen Wert der dargestellten Methodik sehen wir in zwei Momenten:
In ihrer Anwendbarkeit auf ein so frühes Lebensalter und auf so schwer gestörte Kinder, an die sich heilpädagogisch fördernde Strebungen bisher nicht methodisch herangewagt haben. Das defekte Kleinkind in den ersten Lebensjahren als solches zu erkennen und so früh wie möglich dem geeigneten spezifischen Erziehungsverfahren auszusetzen, ehe es sich noch mit psychischen Reaktionen auf seine Defekte festlegt, ist für seine Entwicklung bekanntlich von eminentem Interesse.
In der psychologisch richtigen Erfassung dieser Aufgabe, die nicht nur die psychische Situation des Kindes, sondern auch die des Heilpädagogen berücksichtigt.
Von der Voraussetzung ausgehend, daß jedes Kind, und sei es noch so abnorm, letzten Endes den Weg des Normalen geht, wenngleich langsamer und auf Umwegen, macht es sich diese Methode zur Aufgabe, auch dem defektesten Kleinkinde die Leiter für den Emporstieg zur Entwicklung, entsprechend dim