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Innerhalb des kurzen Zeitraums von vier Jahren, der seit dem Erscheinen der zweiten Auflage von Rorschachs „Psychodiagnostik” vergangen ist, hat sich das Interesse für das von ihm entwickelte und nach ihm bekannte Testverfahren in überraschender Weise verstärkt und in weite Kreise verbreitet. Die vorliegende Arbeit Schneiders1) will diese Ausbreitung fördern und ist darauf berechnet, den speziellen Bedürfnissen der Pädagogen, welche die Anwendung des Tests erlernen wollen, zu dienen. Schneider meint, daß Rorschachs Buch sich für diesen Zweck nicht eigne, weil es in erster Linie für Mediziner geschrieben sei, daß aber starke und berechtigte Motive gegeben seien, den Rorschachtest gerade dem Pädagogen, dem er so gute Dienste leisten könne, zugänglich zu machen. So hat er in diesem „Psychodiagnostischen Praktikum” die Grundzüge des Rorschach schen Formdeuteexperiments, das dazugehörige Auswertungsverfahren und eine Reihe von typischen Ergebnissen des Tests an Hand von zahlreichen und ausführlich erläuterten Beispielen aus der Praxis dargestellt. In dieser Darstellung treten nicht nur alle psychiatrischen Fragen, sondern auch diejenigen nach Charakterstruktur und etwaiger Neurose der Probanden in den Hintergrund zugunsten