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In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der von uns sogenannten „psychoanalytischen Pädagogen” ständig vergrößert. Alle diese Pädagogen haben ihre eigene Analyse durchgemacht; sie sind durch theoretische Kurse in die psychoanalytische Theorie eingeführt worden; und sie haben an Arbeitsgemeinschaften teilgenommen, wo sie schwierige Fälle aus ihren Kindergruppen berichten und gemeinsam mit einem Analytiker versuchen konnten, die Grundprinzipien der Analyse auf ihre praktische Arbeit anzuwenden. Die Pädagogen arbeiten auf solche Weise an der allmählichen Bildung und Ausgestaltung einer psychoanalytischen Pädagogik.
Schon heute ist die Vertrautheit dieser Pädagogen mit den Kindern ihrer Gruppen eine ganz andere als noch vor einigen Jahren. Sie haben es gelernt, die verschiedenen Reaktionen der Kinder aufmerksam zu beobachten, und verstehen es in vielen Fällen, Ursache und Wirkung im Verhalten des Kindes richtig miteinander zu verbinden. Es ist nur natürlich, daß der Weg zum Erwerb dieses neuen Verständnisses, zur geduldigen Beobachtung, zur Sammlung von Daten und Tatsachen über das einzelne Kind und zur korrekten Verarbeitung des Gesehenen für die Pädagogen kein leichter gewesen ist. Wer mit psychoanalytischen Pädagogen gearbeitet hat, weiß, daß jeder einzelne von ihnen seine eigenen Umwege und Irrwege gegangen ist, bestimmte Arbeitsmethoden aufgegriffen, ausprobiert und unter Umständen enttäuscht wieder fallen gelassen hat, bis er sich schließlich der neuen Art seiner Arbeit endgültig anpassen konnte. Alle diese Erzieher sind von der Richtigkeit der analytischen Lehren überzeugt; sie haben außerdem Gelegenheit, die Tatsachen der analytischen Kinderpsychologie in ihrer eigenen Arbeit durch eigene Beobachtungen immer wieder zu verifizieren. Das bewahrt aber den einzelnen noch nicht davor, seine subjektiven Neigungen und Interessen in seine objektive Arbeit hineinzutragen, etwa den eigenen analytischen Erfahrungen nach die einen Dinge beim Kind schärfer zu sehen als die