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Man fragt sich oft, welche Sprache man sprechen müßte, um vom Kinde verstanden zu werden, und wie man es anstellen müßte, um das Kind, seine Fragen, seine Antworten, sein Benehmen zu verstehen.
Diese Frage ist durchaus berechtigt, vor allem in Hinblick auf den Verlust der Erinnerung an die vier ersten Lebensjahre, von dem so oft in der Psychoanalyse gesprochen wird.
Denken und Benehmen des Kindes wurden von Piaget mit dem des Geisteskranken verglichen, des Irren, der sich in sein „Elfenbeintürmchen” zurückzieht und manchmal eine Sprache spricht, deren Schlüssel nur nach langem Studium des Kranken gewonnen werden kann. Denn obwohl das Kind beim Sprechen mit anderen sehr lebhafte Gefühle zeigt, spricht es doch, auch wenn es ein Erlebnis mitteilen will, vor allem mit sich selbst und merkt oft gar nicht, daß es von seiner Umgebung schlecht oder gar nicht verstanden wurde.
Aber diese Sprache und diese Haltung des Kindes, die scheinbar autistisch (nur von den Gefühlen dirigiert) sind, können aus der Anschauung, in der es seine Umgebung erfaßt, hergeleitet werden.
Dem Kind scheinen die Erwachsenen ebenso wie die Gegenstände, die diese gebrauchen, von ungeheurer Größe.
Wenn das Kind mit seinen Eltern oder anderen Erwachsenen seiner Umgebung sprechen oder ihr Gesicht beobachten will, muß es den Kopf heben; selbst gegenüber den Geschwistern muß es die Maße „kleiner” und „größer” benützen und sich demgemäß verhalten.
Die Gebrauchsgegenstände der Erwachsenen haben für das Kind riesige Ausmaße2); es ist bis zu einem gewissen Alter nicht fähig, sie überhaupt oder doch richtig zu benützen, trotz großer Bemühungen darum. Man muß nur seine ernste Miene beachten, wenn es Vater oder Mutter in ihren Arbeiten zu helfen sucht, dann spürt man die Mühe, die es sich bei solchen Tätigkeiten gibt. Bei diesen alltäglichen Anstrengungen erwirbt das Kind seine sonderbaren Begriffe von den Menschenwesen und den Dingen; da erscheinen ihm seine Eltern als große Zauberer, die mühelos Riesendinge bewegen k