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Die Psychoanalyse als klinisch-psychologische Forschungsmethode hat uns eine ganze Reihe psychischer Mechanismen kennen gelehrt, aus denen neurotische oder sogar mehr oder weniger schwere psychotische Krankheitszustände entstehen. Es ist logisch anzunehmen, daß auch in Fällen, wo wir nicht so weit gehen, eine Analyse durchzuführen, die Kranken dennoch die Wohltaten des Wissens genießen, das die Freud sche Lehre uns vermittelt.
Erst kürzlich hat unser Kollege Odier2) uns von dem Fall eines elfjährigen Mädchens berichtet, deren krankhafte Neugierde, die sie zur lästigen Plage ihrer Umgebung machte, in zwei therapeutischen Besprechungen geheilt war.
Wir wollen hier zwei klinische Fälle eines unerträglichen neurotischen Zustandes berichten, die in einer einzigen psychotherapeutischen Besprechung auf Grund psychoanalytischer Kenntnisse geheilt wurden.
Der erste Fall3) betrifft ein Kind von elf Jahren, Peter P., den einer von uns während längerer Zeit an Herzstörungen auf rheumatischer Basis behandelt hatte und der unter diesem Gesichtspunkt bereits der Gegenstand einer Veröffentlichung war.4) Weder zu Hause noch während der dreieinhalb Monate (28. April bis 10. August 1924),