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Aus dem soeben erschienenen Heft der „Imago” (Bd. XXIII, Heft 4, 1937) bringen wir hier die ersten Abschnitte einer größeren Studie unseres nach U. S. A. übersiedelten Mitarbeiters.
Wenn wir einen Erwachsenen sein Leben schildern hören, merken wir, daß sein Rückblick an Horizonte stößt, an denen die Aussicht trübe wird oder sich verliert. Da sind die Nebelbänke der Deckerinnerungen aus der Pubertät oder die hohen Pässe der Latenzzeit, hinter welchen die Vergangenheit entstellt und verdunkelt erscheint oder überhaupt verschwunden ist. In unserer Arbeit mit Kindern werden wir auf einen anderen Horizont aufmerksam, die Zeit des Sprachbeginns. „Das Material, welches das Kind uns liefert…”, sagt Anna Freu d,1) „gibt uns alle möglichen Aufschlüsse über die Inhalte der kindlichen Neurosen. Es bringt uns viele sehr willkommene Bestätigungen von Tatsachen, die wir bisher nur durch Rückschluß aus der Analyse der Erwachsenen behaupten konnten. Aber … es führt uns nicht hinter die Grenze, an der die Sprachfähigkeit des Kindes beginnt, jene Zeit also, von der an sein Denken sich dem unseren angleicht.”
Assoziationen, Phantasien, Träume führen uns in der Analyse des Erwachsenen zum Land über den Bergen; in der Psychoanalyse von Kindern verlieren diese Zugänge ihre Verläßlichkeit und müssen durch andere ergänzt werden, unter denen die spontanen Spieläußerungen eine wichtige Rolle spielen.
Es scheint mir nun, daß wir in der Verwertung des Kinderspiels als eines Ersatzes für andere Assoziationsweisen geneigt sind, Methoden der Beobachtung und Deutung anzuwenden, die der Natur des Spiels nicht voll gerecht werden.2) Vor allem scheint oft das Charakteristikum vernachlässigt, welches das Kinderspiel besonders deutlich von der Welt sprachlich vermittelter psychologischer Daten abhebt, nämlich, daß es eine Erfahrung im physischen Raum darstellt und deren Natur in den dynamischen Verhältnissen von Umriß, Größe, Abstand usw., also in räumlichen Konfigurationen kundgibt.
In den fo