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Die Herausgeber*innen und Autor*innen des International Journal of Psychoanalysis (IJP) haben sich in den Beiträgen, die wir für diesen Band ausgewählt haben, eingehend mit der Zeit, in der wir leben, und mit den inneren Zeitlichkeiten befasst, denen sie in ihrer Arbeit begegnen. So selbstverständlich sie uns als Zeit erscheint, die einfach geschieht, Zeit, in der wir leben, Zeit, die wir haben, die wir gestalten, die wir leben, Zeit, die wir unseren Patient*innen geben oder gewähren, Zeit, die wir denken, konzeptualisieren, als innere und äußere, als lineare und zirkuläre Zeit, so wird aus ihr bei genauerer Betrachtung doch ein philosophisches und psychoanalytisches Rätsel, das sich immer neu stellt.
Die Texte im ersten Abschnitt richten den Blick nach außen. Unsere Welt verändert sich rasant und ängstigt uns als Menschen und Psychoanalytiker*innen. Wir sehen die wachsende Umweltzerstörung, die Kriege, die uns nahe rücken, polarisierte Diskussionen und die drohende oder bereits stattfindende Zerstörung demokratischer Strukturen. Noch nie in unserer Geschichte haben wir diese Welt und das unermessliche Leid so umfassend und ununterbrochen medial beobachten können. Doch das Leid ist immer persönlich. Auch klinische Arbeit und psychoanalytisches Denken geschehen ebenso im Kontext eigener Geschichte und eigener aktueller Wirklichkeit wie in dem der Geschichte und Wirklichkeit der Patient*innen. Psychoanalyse ist so immer mit einer Mehrzahl von inneren und äußeren Zeitlichkeiten beschäftigt, die auch den Texten eingeschrieben ist. Bei den Texten in unserem Band kommt noch die Zeit des Übersetzens hinzu, eine Zeit des Nach-Denkens, eine Widerhallzeit. Wir haben an dieser Stelle vier Arbeiten aus dem IJP ausgewählt, eine zum Rassismus und drei zum israelisch-palästinensischen Konflikt, in denen dies deutlich wird.