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Unter Psychoanalytiker*innen bleibt umstritten, ob Rasse, einschließlich Rassismus, rassisch bedingter Traumata und Ängste, als psychisches Phänomen betrachtet werden sollte. Anders als Aggression und Sexualität wird Rassismus oft mit Schweigen und Widerstand beantwortet, was die Erforschung dieses Aspekts der Psyche hemmt. Diese Arbeit beschreibt, wie wir rassifiziert werden, indem sie die transgenerationale Weitergabe rassistischer Traumata im Allgemeinen und ihre intrapsychischen strukturierenden Komponenten untersucht. Ebenso wird in diesem Aufsatz erforscht, wie und wo der*die Analytiker*in sich selbst aufgrund ihrer Rasse verortet. Schließlich werden unser Widerstand und unsere Gegenübertragung hinsichtlich dieser Erforschung betrachtet. Es wird dazu eingeladen, diese psychischen Aspekte in unsere analytische Arbeit einzubeziehen. Anhand von Beispielen aus der bildenden Kunst und der klinischen Arbeit wird aufgezeigt, wie rassistische Zuschreibung als universelles Phänomen inkorporiert und psychisch symbolisiert wird. Dies eröffnet Kliniker*innen, die von einer psychoanalytischen, intrapsychischen Perspektive auf diesen alle Menschen betreffenden Aspekt profitieren könnten, neue therapeutische Möglichkeiten.