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In diesem Artikel geht der Autor der Frage nach, welche Rolle Sinneseindrücke in der Behandlung schwer autistischer Kinder spielen und wie sie therapeutisch am besten genutzt werden kann. Während die Psychoanalyse die defensive Funktion, die Sensorik für diese Patienten3 haben kann, differenziert untersucht hat, vertritt der Autor die Auffassung, dass das sensorische Erleben auch für Differenzierungsprozesse und die Strukturierung des Körper-Ichs genutzt werden kann. Anhand detaillierten klinischen Materials aus der Psychotherapie einer fünfjährigen Patientin möchte der Autor veranschaulichen, wie zum einen die Arbeit an den verschiedenen Sinnesmodalitäten zu einer Öffnung hin zur Beziehung zum Anderen führen kann (zunächst jeweils spezifisch für die jeweilige Sinnesmodalität, dann später in einer umfassenderen Form) sowie zum anderen, wie sich der Zugang zur Verschiedenheit des Anderen aus dieser Arbeit an den (Körper-)Empfindungen heraus entwickelt. Ein wichtiger Teil dieser Arbeit ist technischen Fragen gewidmet: Damit diese Prozesse gelingen, muss der Analytiker dem Sensorischen möglichst nahekommen und entlang des Sensorischen deuten. Auf diese Weise können sich die Wahrnehmungsflüsse der verschiedenen Sinnesmodalitäten langsam wieder in den Beziehungsraum (circuit relationel) einschreiben und sich (wieder) miteinander verknüpfen.