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Zu Beginn seines Nachdenkens über die Frage »Wie verstehen wir Fühlen, Denken, Verstehen?« hat Wolfgang Loch (1994) seinen - und möglicherweise unseren - psychoanalytischen Platz in der philosophischen Diskussion des 19. und 20. Jahrhunderts umrissen: Er zitiert Kant, Hegel, Nietzsche mit Positionen zum Gefühl, die man interessiert zur Kenntnis nimmt, wie man andererseits mit Genugtuung feststellt, dass die von Loch ausgewählten Vertreter der Zeichenphilosophie psychoanalytische Problemstellungen erhellt haben. So hat mich Lochs philosophische Untersuchung der Urteilsfrage, d.h. der Frage, ob nicht nur Denken, sondern auch Fühlen Urteilen sei (1994, 19), sehr unterstützt. Dass sogar projektive Identifizierungen Situationsurteile erzwingen, die entsprechende Gefühlsfolgen haben, wird das klinische Material belegen.