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»Der Schatten des Objekts fiel […] auf das Ich« - diese berühmte Metapher Freuds aus »Trauer und Melancholie« (1917e, 435) gibt bis heute Rätsel auf. Sie ergreift uns sofort, wir spüren, dass das Melancholische intuitiv erfasst ist, zugleich müssen wir erkennen, dass sie sich einer diskursiven oder wissenschaftlich-rationalen Zerlegung widersetzt. Freud war sich dieses »Mangels«, »nur eine bildliche Schilderung, nicht eine topisch-dynamische« geliefert zu haben (1916-17a, 443), sehr bewusst. Doch meine ich, dass seine »bildliche Schilderung«, diese empfundene Unschärfe, viel mehr klinische Phänomene und metapsychologische Dimensionen einfängt, als es eine scharfe Systematik könnte.
Viele Autoren sehen in »Trauer und Melancholie« einen Wendepunkt in Freuds Schriften. Für Küchenhoff (1996, 91) ist diese Arbeit »richtungsweisend für ein psychoanalytisches Verständnis schwerer Pathologien«. Er postuliert eine Verschiebung »von der libidoökonomischen zur ichpsychologischen und strukturtheoretischen Perspektive«. Ogden, Freuds Arbeit extrem schematisierend und weder Abrahams (1912) trieb- und regressionstheoretischen objektalen