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Die Betonung meines Vortrages liegt auf „überhaupt“. Im Laufe eines Besuches in Lavarone, wo Sigmund Freud mehrere Sommer verbracht hat, den ich zusammen mit Ernest H. Freud machte — dem einzigen Enkelkind des Professors, der Psychoanalytiker wurde —, meinte dieser, ich wäre die geeignetste Person, eine Geschichte der Psychoanalyse zu schreiben. Meine Antwort darauf ist dieser Vortrag, der davon handeln soll, ob so eine Aufgabe überhaupt erfüllbar ist. Den Hauptgedanken in meinen Überlegungen verdanke ich Paul Cranefield, M.D., dem eminenten Historiker der Medizin und Professor an der Rockefeller Universität in New York. Er veröffentlichte im Band Psychiatry and its History einen Aufsatz unter dem Titel: „Some Problems in Writing the History of Psychoanalysis.“2 1974 habe ich dann selber im Jahrbuch der Psychoanalyse, Bd. VIII, einen Artikel veröffentlicht: „Einige Bemerkungen über die Schwierigkeiten, eine Geschichte der Psychoanalyse zu schreiben,“ der manches Interesse gefunden hat. Die Beispiele, die ich zu Erläuterungen meiner Argumente benützt habe, waren zwei sehr erfolgreiche Autoren: Henry Ellenberger und Paul Roazen. In den 11 Jahren, die seitdem vergangen sind, erschienen weitere Versuche zur Geschichte der Psychoanalyse. Es sind dies teils biographische Werke oder Monographien über Teilaspekte der Psychoanalyse.3 Es gibt auch Werke über die Geschichte der Psychoanalyse in einem bestimmten Land, z.B. „La Bataille de Cent Ans, Histoire de la Psychanalyse en France“ von Elisabeth Roudinesco,4 um nur ein solches Werk zu nennen. In der Enzyclopädie „Die Psychologie des XX. Jahrhunderts“5 findet man ebenfalls historische Darstellungen der Psychoanalyse der einzelnen Länder und eine Freudbiographi