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Der Aufsatz „Die Vaterlose Gesellschaft“, wie er kurz genannt wird, erschien zuerst in der wirtschaftspolitischen Wochenschrift Der Österreichische Volkswirt1 Anfang 1919. Eine erweiterte Fassung kam im März 1919 im Anzengruber Verlag — Brüder Suschitzky, Wien-Leipzig — heraus. In dieser Ausgabe heißt es: „Nach Vorträgen in der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung und im Monistenbund.“ In der Vereinigung sprach Federn am 23. März 1919.2 Das Protokoll ist vorhanden und lautet:
Anwesend: Prof. FREUD, Dr. SADGER, Dr. FRIEDJUNG, Dr. TAUSK, Dr. WEISS, Dr. v. WINTERSTEIN, Dr. KAPLAN, Dr. NUNBERG, Frau Dr. FEDERN, H. LINSBERG, Frau Dr. DEUTSCH, Dr. FOCKSCHANER, Dr. STEINER, H. STODOLOWSKY, Frau Dr. STODOLOWSKY. (Die beiden letzten waren Gäste von Federn. E.F.)
Nächster Vortrag am 2. April 1919: Dr. v. WINTERSTEIN „Die Entstehung der Tragödie“
Dr. FEDERN hält seinen Vortrag: Die vaterlose Gesellschaft.
DISKUSSION: Dr. FOCKSCHANER glaubt, daß der Gesichtspunkt zu enge ist; er erklärt jede Revolution macht aufmerksam, daß die rücksichtslosesten Völker (die Deutschen, Ungarn etc.) im Kriege am meisten zur Anarchie neigen. Vermutet einen Zusammenhang zwischen Narzißmus und Revolution.
Dr. TAUSK ist sich nicht über die Revolution im Klaren.
Dr. NUNBERG: Dr.Federn hat die realen Gesichtspunkte nicht genügend