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Nach einem Diktum von Ebbinghaus hat die Psychologie eine lange Vergangenheit, aber nur eine kurze Geschichte. Ebbinghaus spielt damit auf die jahrhundertelange Einbettung der Psychologie in die Philosophie einerseits, auf die kurze Epoche als eigenständige akademische Disziplin andererseits an. Obgleich das Fach „Geschichte der Psychologie“ an einzelnen Instituten bisher nur fakultativ im Lehrangebot enthalten ist, gibt es seit einigen Jahren an der Universität Passau das „Institut für Geschichte der Neueren Psychologie“ unter Leitung von Werner Traxel, das immer wieder mit Internationalen Symposien (zu Fechner, Ebbinghaus) und auch mit einer eigenen Schriftenreihe hervorgetreten ist. Im 5. Jahrgang (und in loser Folge) erscheint außerdem das (bisher kostenlose) „Nachrichtenblatt deutschsprachiger Psychologen“ zur „Geschichte der Psychologie“, herausgegeben von H.E. Lück und R. Miller (Fachbereich Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Psychologie, Fernuniversität Hagen, Elberfelder Str. 103, 58 Hagen), das den interessierten Lesern alle relevanten Informationen über Neuerscheinungen, Kongresse, Forschungsprojekte, aber auch Kurzbeiträge und Rezensionen vermittelt.
Vertreter beider Institutionen sowie zahlreiche Wissenschaftler aus dem In- und Ausland (BRD, DDR, USA, Niederlande, Ungarn, Österreich, Schweiz) trafen sich in Eichstätt, um anhand eines Fachkongresses die Bedeutung dieser Teildisziplin zu unterstreichen und die Gründung einer Fachgruppe in der „Deutschen Gesellschaft für Psychologie“ vorzubereiten. Das Einleitungsreferat hielt Eysenck („Why History of Psychology“), der sich bemühte, den Nutzen der historischen Rückbesinnung nachzuweisen, insbesondere unter Berücksichtigung der langen philosophie-geschichtlichen Tradition des Faches. Durch zwei anschließende Symposien wurden Schwerpunkte gesetzt: (1) „Methodik resp. Methodologie der Psychologiegeschichtsschreibung“ (Bringmann, University of South Alabama; Brauns, FU Berlin; Graumann, Universität Heidelber