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Hier soll über einen Fund berichtet werden, den Fund zweier sehr kleiner Prosastücke, die Freud veröffentlichen ließ. Sie sind bis jetzt der Aufmerksamkeit der Bibliographen1 entgangen. Daraus schon dürfte man schließen, daß es sich um Kleinigkeiten handelt. Warum also sie aus der Obskurität hervorzerren?
Zunächst einmal zur Vervollständigung zukünftiger Bibliographien und zum Nutzen derer, die sie verwenden werden. Sodann weil es sich um zwei Selbstdarstellungen handelt, deren Inhalt trotz ihrer Kürze nicht uninteressant ist, deren Publikationsort eigentümlich erscheint und deren Publikationsdatum an das Ende jenes ersten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts fällt, das in Darstellungen und Rechtfertigungen aus analytischer Feder nicht eben selten zu dem Trotz- und Trutzalter der Psychoanalyse und ihres Schöpfers stilisiert wird - zu jener Zeit also, in der unbeirrt durch Nichtachtung oder bedrohendes Gebell der offiziellen Wissenschaft, zumal der Psychiatrie und der Psychologie in Deutschland, der Schöpfer zunächst allein2, dann im Kreise seiner Schüler aufrechten Hauptes den Bau errichtete, dessen Wert nicht würdigen zu können seinen Verächtern Strafe genug zu sein hätte. Gab es vielleicht auch Dinge zu sehen, die nicht geradewegs zu Aufgeschlossenheit ermunterten?
Im Jahre 1908 erscheint in der Bruno Volger Verlagsbuchhandlung zu Leipzig-Gohlis ein Buch ohne Verfasser oder Herausgeber. Es trägt den Titel Deutschlands, Oesterreich-Ungarns und der Schweiz Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild mit dem Zusatz Erste Ausgabe (im weiteren abgekürzt als DÖS I).
Eine Zweite Ausgabe (im weiteren DÖS II) läßt nicht lange auf sich warten. 1910 erscheint sie, diesmal in Hannover im Bio-Bibliographischen Verlag Albert Steinhage. In eben diesem Verlag folgt dann noch etwas schneller, im Jahre 1911, eine Dritte Ausgabe (im weiteren DÖS III), die letzte, soweit mir feststellbar.
In DÖS I und DÖS II, nicht aber in DÖS III, finden sich Angab