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Wie schon das 1. Arbeitstreffen zur Geschichte der Psychoanalyse im Jahr zuvor, war auch diese Tagung wieder durch ein sehr anregendes, offenes Diskussionsklima bestimmt. Wie weitgespannt der Bogen der besprochenen Themen war, mag folgende kurze Skizze des Tagungsablaufs zeigen.
Begonnen hatte Frau Dittrich (München) mit der Rekonstruktion der institutionellen Situation der Psychoanalyse in München nach dem zweiten Weltkrieg. Sie verwendete Interviews mit Zeitzeugen und stellte auf dieser Grundlage dar, wie sehr die Entwicklung der Psychoanalyse in München durch die nationalsozialistische Vergangenheit geprägt wurde. Im zweiten Vortrag stellte Herr Friedrich (Hamburg) seine historischen Untersuchungen zum 13. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß 1934 in Luzern vor, den er in mühevoller Kleinarbeit, vorwiegend in den Archiven der Britischen Analytischen Gesellschaft rekonstruiert hatte. Dieser Kongreß, bereits von den Ereignissen im nationalsozialistischen Deutschland beeinflußt, wurde von zahlreichen „Pionieren“ der Psychoanalyse besucht, die Herr Friedrich mit