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Der 1888 in Rumänien geborene Adolf, später Albert Josef Storfer - er hat seinen Vornamen geändert - ist inzwischen fast völlig in Vergessenheit geraten. Dies gilt für seine theoretische Arbeit wie für seine verlegerische Tätigkeit, die beide nicht die Anerkennung gefunden haben, die sie verdient hätten. Erste Kontakte zu Freud nahm er 1910 aus Zürich auf, wohin er nach einem kurzen, zweisemestrigen Studium von Philosophie, Psychologie und vergleichender Sprachwissenschaft in Klausenburg übergesiedelt war. Schon dort beschäftigte er sich neben seinem juristischen Studium und beginnender journalistischer Tätigkeit mit der Psychoanalyse. In einem Brief an Karl Abraham vom 18.12.1910 erwähnt Freud, er habe „eine (die erste) juridische Arbeit eines talentierten jungen Zürichers, Storfer, angenommen“. Sie erschien 1911 im 12. Heft der von Freud herausgegebenen Schriften zur angewandten Seelenkunde unter dem Titel: „Zur Sonderstellung des Vatermordes. Eine rechtsgeschichtliche und völkerpsychologische Studie“. Von diesem Zeitpunkt an sollte die Psychoanalyse immer mehr in das Zentrum der Lebensorientierung Storfers rücken. 1916 absolvierte er eine Analyse bei Freud. 1921 wurde er als Nachfolger Theodor Reiks, der nach Berlin gegangen war, Verlagsdirektor des 1919 gegründeten Internationalen Psychoanalytischen Verlags, bis er 1932 von Martin Freud abgelöst wurde. Storfers Verlagstätigkeit muß außergewöhnlich auseinandersetzungsreich gewesen sein. Im Vordergrund standen die vor allem mit Max Eitingon ausgetragenen Konflikte wegen der beträchtlichen finanziellen Schwierigkeiten des Verlags. Überblickt man die Vorwürfe, die deswegen gegen ihn erhoben wurden, kann man sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, daß er als Sündenbock herhalten mußte. Sein Wirken für die Psychoanalyse erschöpfte sich jedoch keineswegs in seiner Verlagsarbeit. Darüber hinaus entfaltete er eine rege Herausgebertätigkeit. So war er Mitherausgeber der zwölfbändigen Gesammelten Schriften Freuds, Mitredak