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Subjekt und Sprache gehören zu jenen undefinierbaren Grundbegriffen, die in allen Wissenschaften vorausgesetzt sind. Sie überschreiten die einzelnen Wissenschaften, die sich mit ihnen beschäftigen, nicht nur deshalb, weil sie Gegenstand vieler Wissenschaften sind und folglich nur interdisziplinär erforscht werden können. Der eigentliche Grund ist vielmehr darin zu suchen, daß es sich bei ihnen um ermöglichende Bedingungen handelt, ohne die keine Wissenschaft aufgebaut werden kann. Solche Begriffe sind so unverzichtbar wie unfaßbar. Sie fallen nicht in den abgegrenzten Zuständigkeitsbereich einer Einzelwissenschaft und sind daher auch mit deren Mitteln nicht erschöpfend abzuhandeln, werden aber ständig in ihnen verwendet und sind unentbehrlich, wo eine Wissenschaft sich reflexiv über sich selbst verständigen will. Werden sie selbst zum Gegenstand wissenschaftlichen Nachdenkens gemacht, geraten sie in eine zweideutig schwebende Stellung. Sie sind dann thematisch Behandeltes und in dieser Behandlung zugleich reflexiv Vorausgesetztes. Daher ihre unbestimmte Allgemeinheit.
Die zur Vorsicht im wissenschaftlichen Umgang mit ihnen gemahnenden Ausführungen über Sprache und Subjekt als Grundbegriffe, die einer einzelwissenschaftlich nicht abschließend feststellbaren Schicht von wissenschaftsermöglichenden Anfangsgründen zugehören, betreffen auch die Psychoanalyse. Auch dort treten sie nicht als eingrenzbare Einzelthemen auf, sondern beziehen sich auf den umgreifenden Gesamtzusammenhang von theoretischen Annahmen und therapeutischen Praktiken, aus denen die Psychoanalyse besteht. Sie bilden das Medium des psychoanalytischen Prozesses und der Verständigung in ihm und über ihn. Dabei verbinden sie die Psychoanalyse mit anderen Wissenschaften und mit der lebensweltlichen Einbettung, die ihnen allen gemeinsam ist. Trotz ihrer Gegensätzlichkeit sind die verschiedenen Wissenschaften in denselben zeitgeschichtlichen Kontext verwoben. Ihre Rückbezüglichkeit auf einen historischen Leben