You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Vom 24.-26. November 1989 fand in Kassel an der Gesamthochschule/Universität das 3. Arbeitstreffen deutschsprachiger Wissenschaftler zur Geschichte der Psychoanalyse statt, das alljährlich im Rahmen des Wissenschaftlichen Zentrums für Psychoanalyse, Psychotherapie und psychosoziale Forschung von Herrn Junker und Herrn Wittenberger organisiert wird.
Auch dieses 3. Symposion hatte den Charakter einer Arbeitsgruppe. Die Veranstalter boten grundlegende Themen an, um zu sehen, ob und welches Interesse besteht und wann der Funke für die Diskussion zündete. Genannt waren:
Die frühe Praxis der Psychoanalyse und die Entwicklung der Abstinenz: Von den Gesprächen im Park und im Café zu den Analysen von Anhängern, Freunden und Familienmitgliedern bis zur endgültigen abstinenten Analyse.
Der Verlust der institutionellen Selbständigkeit der Psychoanalyse durch die Legierung an gesellschaftlichen Normierungen, Zielgruppen und Standesfragen (Kriegsneurotiker , herrschende Ideologie , Kassenregelung )
Die psychoanalytische Bewegung - Wen bewegt die Psychoanalyse heute? Institutioneller Tod und Neubeginn.
Zunächst wurde jedoch ein neuartiger Versuch vorgestellt, der die Zitationsweise Freuds empirisch über seinen gesamten wissenschaftlichen Lebenslauf betraf und die darin zu findenden Veränderungen zu interpretieren, darstellte, was von den Herren Brauns, Schmitz und Nitzschke vorgeführt wurde. Die anschließende freie Diskussion wurde jedoch durch aktuelle Informationen überlagert. Solche Informationen waren z.B. die Arbeiten über die frühesten Veröffentlichungen von Stekel, wobei die sonst üblicherweise genannte Quelle: Neue Freie Presse sich als falsch herausstellte. Während Frau Richter (München) an Stekel arbeitet, befaßt sich Frau Schröder mit den Themen Freud und die Frauen im Rahmen eines Buchobjekts. Herr Hirschmüller berichtete über seine Habilitation, in der das Thema „Freud bei Meynert“ ausführlich dargestellt wird. In einem anderen Zusammenhang gab Herr Nedelmann Nachricht