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Wenn Sie eine Anregung für meine Grabinschrift suchen, denke ich, könnten wir sagen, ich war nicht faul und hatte eine Menge Spaß, aber einen Spaß anderer Art als viele andere Menschen. Es war eine besondere Art Spaß.
Frieda Fromm-Reichmann im Jahre 1956, ein Jahr vor ihrem Tod (S. 481)
Die vorliegende Schrift enthält Arbeiten eines Symposiums, das am 4. Oktober 1985 zum Gedenken der 50. Wiederkehr der Ankunft von Frau Dr. med. Frieda Fromm-Reichmann aus Deutschland in den Vereinigten Staaten von Amerika stattfand, und zwar in Chestnut Lodge, einer privaten psychoanalytisch orientierten Klinik in Rockville, Maryland, einem heutigen Vorort von Washington, D.C. (Bullard, Jr., S. XIX; Silver, S. 1). In diesem Buch befinden sich aber auch nicht am Symposium vorgebrachte Beiträge, die allerdings so geschrieben wurden, daß Fromm-Reichmann sie möglicherweise gerne gelesen hätte. Noch dazu gibt es persönliche Erinnerungen und Bemerkungen, die das Verhältnis der jeweiligen Berichterstatterin oder des jeweiligen Berichterstatters zu Fromm-Reichmann erläutern (S. 10-11).
Fromm-Reichmann galt in den USA bereits in den 30er Jahren als große Fachkraft auf dem Gebiet der Psychotherapie der Schizophrenie. In den 40er Jahren war der Name dieser kleinen (1,47 m) Frau aus Königsberg - geboren wurde sie allerdings am 23. Oktober 1889 in Karlsruhe - weltbekannt. Harold F. Searles erinnert sich: „Als für mich 1949 in Aussicht stand, nach Chestnut Lodge als Assistenzarzt zu gehen, hatte Frieda Fromm-Reichmann den legendären, internationalen Ruf, bei der Behandlung schizophrener Patienten eine Art ehrfurchtgebietende übermenschliche, angeborene Intuition zu besitzen …“ (S. 289). Die Leserinnen und Leser von LUZIFER-AMOR werden sich daran erinnern, daß auch Paul Federn, selbst Pionier und Meister auf diesem Gebiet, Fromm-Reichmann außerordentlich hoch schätzte (Norman Elrod, 1990, S. 149), wobei zu bemerken ist, daß sich Fromm-Reichmann bei der Beschreibung des Grundproblems mancher schizophre