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„Nach zweijährigen vorbereitenden Arbeiten konnte nunmehr am 28. Januar dieses Jahres das Münchener Lehr- und Forschungsinstitut für Dynamische Psychiatrie und Gruppendynamik der Deutschen Akademie für Psychoanalyse (DAP) e.V. eröffnet werden. Die Leitung übernahm die Münchener Lehranalytikerin Frau Dr.med. Maria Helmrich, die Leitung des Sekretariats Herr Dr.med. Dipl.Psych. Siegfried Gröninger. Zu den weiteren Dozenten zählen Dr.med. Jan Pohl, Dipl.Psych. Dietrich v. Kries, Dr.phil. Wolfgang Schmidbauer, Dr.med. Hermann Helmrich sowie zehn ständige Gastdozenten des Berliner Zentralinstituts. Zur Zeit stehen 20 Kandidaten in Ausbildung; die Seminar- und lehranalytische Einzel- und Gruppenarbeit ist in vollem Gange; 60 Ausbildungsanträge von Ärzten und Diplom-Psychologen sind in Bearbeitung.“1
Mit dieser Meldung in der von Günter Ammon herausgegebenen Zeitschrift läßt sich die Vor-Organisation der heutigen MAP dokumentieren. Um begreiflich zu machen, was einen Teil der späteren Gründungsmitglieder bewog, mit dem Berliner Psychiater, Psychoanalytiker und Leiter des dortigen „Lehr- und Forschungsinstituts für Psychodynamische Psychiatrie und Gruppendynamik“ zusammenzuarbeiten, ist ein kurzer Blick auf die damalige Bedeutung Ammons für die psychosoziale „Szene“ notwendig. Ammon hatte 1949 an der Freien Universität in Berlin mit einer Arbeit zur Blutphysiologie promoviert. Von 1952 bis 1956 absolvierte er am dortigen DPV-Institut eine analytische Ausbildung. Von 1956 bis 1965 arbeitete er an der Menninger Clinic and School of Psychiatry. 1965, nach seiner Rückkehr, suchte Ammon wieder Anschluß an das Berliner Institut und wurde dort auch Lehranalytiker. Aber schon bald zeigte sich, daß sein Ehrgeiz den Rahmen der Tätigkeit unter den Rahmenbedingungen der DPV sprengte. Persönliche und sozialgeschichtliche Motive wirkten hier zusammen. Ammon hatte in der Menninger-Klinik eine Reihe neuer Anwendungen der Psychoanalyse auf Gruppen, F