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Im Oktober 1939 erscheint im „International Journal of Psychoanalysis“ eine Arbeit von Hanns Sachs, betitelt „The Prospects of Psychoanalysis“, über die Otto Fenichel schreibt: „Es wäre ein Irrtum, zu glauben, daß die Entwicklung einer Wissenschaft nur durch ihren Gegenstand und durch ihre allmähliche Annäherung an die Wahrheit determiniert wäre. Sie hängt vielmehr immer auch von irrational-emotionellen psychologischen Bedingungen ab“. Fenichel kritisiert die Sachs'sche Analyse über die Ursache der Entwicklung der Psychoanalyse als ungenügend und sucht sie folgendermaßen zu erweitern. „Sachs hört, und wir können das sicher entschuldigen, dort auf, wo es für uns interessant zu werden beginnt: Welche gesellschaftlichen Faktoren bedingten diese Entwicklungen, und was war im einzelnen, und wie arbeitete im einzelnen, die Einflußnahme gesellschaftlicher Ereignisse auf die Entwicklung der Theorie und der Organisation einer Wissenschaft“ (zit. n. Reichmayr, S. 179, 180). - Der Aufgabe, eine Antwort auf die von Fenichel gestellte Frage zu finden, geht Reichmayrs „Spurensuche“ nach. Daß es „Spuren“ sind, denen zunächst zu folgen ist, hängt mit der Geschichte der Entwicklung der Psychoanalyse als Organisation und Institution zusammen. Diese Geschichte ist ja nicht nur als Auseinandersetzung mit den „Feinden“ der Analyse und somit rückwirkend als positiver Zusammenhalt einer Vereinigung zu sehen, sondern bestand (und besteht) auch aus einer Reihe von Ausgrenzungen und Abspaltungen. Daneben ist mit Sicherheit nicht unbedeutsam - darauf hat Dahmer hingewiesen -, daß die Art der Organisation am Niedergang der Psychoanalyse entscheidenden Anteil besitzt. Da die Ziele der Psychoanalyse als Theorie (Aufhebung von Verdrängungen, Abbau unnötiger Repressionen, Integration verpönter Erfahrungen etc.) mit dem Status quo kollidieren, kann „der naive Rückgriff auf Organisationsweisen, wie sie den bestehenden Lebensverhältnissen entspringen und ihnen angemessen sind“ nur „ruinös“ enden. „De