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Die Geschichte der Psychoanalyse rückt immer mehr in den Mittelpunkt vielfältiger theoretischer Interessen, und zwar nicht nur bei Psychoanalytikern selbst, sondern auch bei vielen anderen Wissenschaftlern, die sich um ein erweitertes Verständnis des Menschenbildes und der Kultur des 20. Jahrhunderts bemühen. Im allgemeinen Bewußtsein beginnt sich die Einsicht durchzusetzen, welche Bedeutung der Psychoanalyse als epochaler Neubestimmung des Menschen zukommt und wie unerläßlich daher die Kenntnis ihrer Geschichte ist.
Kein einzelner ist heute noch in der Lage, die Geschichte der Psychoanalyse zu schreiben. Dazu ist sie zu umfangreich. LUZIFER-AMOR, die nach einer Wortschöpfung Freuds benannte Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, versteht sich als interdisziplinäres Forum für alle, denen an einer konstruktiven Auseinandersetzung mit Freud und der von ihm begründeten Psychoanalyse gelegen ist. Sie soll dazu beitragen
eine kontinuierliche Zusammenarbeit aller an der Geschichte der Psychoanalyse interessierten Forscher zu fördern;
den interdisziplinären Austausch von Forschungsergebnissen und Diskussionsbeiträgen zu ermöglichen;
über Forschungsvorhaben zu informieren;
wichtige Quellentexte wieder zugänglich zu machen;
strittige Interpretationen vorzustellen und zu diskutieren, Auseinandersetzungen öffentlich auszutragen und so allen Versuchen einer monopolistischen Vereinnahmung der Geschichte der Psychoanalyse entgegenzuwirken.
Die Herausgeber