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I. Der Mitherausgeber der „Zeitschrift für Psychoanalytische Pädagogik“ Heinrich Meng hat 1929 unter dem Titel „Dr. phil Helene Stöcker 60 Jahre“ folgende Würdigung geschrieben: „Die bekannte Schriftstellerin und Politikerin, Herausgeberin der ‚Neuen Generation‘, Dr. phil. Helene Stöcker, beging am 13. November d. J. ihren 60. Geburtstag.
Von Geburt Rheinländerin, eine der ersten weiblichen Doktoren der Philosophie , suchte sie zugleich wohl als Erste die Synthese zwischen der freien, geistig unabhängigen, wie der liebenden Frau und Mutter zu schaffen. Diese Tendenz führte zu einer neuen Art von Frauenbewegung; der Bewegung für Mutterschutz und Sexualreform und zur Gründung der nun seit 25 Jahren von Helene Stöcker herausgegebenen Monatsschrift „Die Neue Generation“.
Leidenschaftlichem Mißverstehen, heftiger Opposition begegnete sie mit großer Sachlichkeit und Tapferkeit. Ihre Bestrebungen für umfassenderen Schutz der Mutterschaft, Besserstellung unehelicher Mütter und Kinder, eine vorurteilslose Erörterung der Sexualprobleme, sachgemäße Beratung in Fragen der Geburtenregelung, wie für eine allseitige reiche Entwicklungsmöglichkeit der weiblichen Persönlichkeit haben sich inzwischen - sowohl in der Verfassung von 1919 wie im sozialen und kulturellen Leben - zum großen Teil verwirklicht.
Frau Stöcker hat seit Jahren die Psychoanalyse in Wort und Schrift gefördert. Wir wünschen, daß sie noch lange Zeit ihre Arbeit weiterführt und erlebt, wie dankbar ihr viele Menschen sind, denen sie Führer und Freund ist.“1 (Meng 1929)
Soweit zur Charakterisierung von Leben und Wirken Helene Stöckers aus damaliger psychoanalytischer Sicht. Eine umfassende Helene Stöcker-Biographie hat gerade die Berliner Historikerin Christl Wickert im Bonner Dietz-Verlag vorgelegt, auf die hier ausdrücklich, insbesondere auch wegen der vielen Verweise auf weiterführende Literatur, hingewiesen sei. (Wickert 1991). Da Stöckers Kontakte zur Psychoanalyse und ihr Eintreten für die Psychoanalyse in Wort und