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Das „Rätsel-Weib“: es existiert nicht mehr. Christa Rohde-Dachser hat es in ihrem neuen Buch nicht gelöst, auch nicht lösen wollen, sondern es als das entlarvt, was es wohl schon immer darstellte: als Rätsel der psychoanalytischen Theorie.
Woran Generationen von Psychoanalytikerinnen sich erfolglos „abgearbeitet“ haben: nämlich die von Beginn ihrer Formulierung an heftigen Widerspruch erregende Weiblichkeitstheorie Freuds zu revidieren, das scheint Rohde-Dachser nun endlich gelungen. Die Autorin scheint sich vorgenommen zu haben, daß „von nun an“, nämlich von Erscheinen ihres Buches an, es nicht mehr möglich sein werde, sich noch naiv, d. h. ohne Bezugnahme auf die von ihr entfaltete Argumentation der traditionellen Weiblichkeitstheorie zu bedienen, ohne ihre, Rohde-Dachsers, Beweisführung widerlegt zu heben. Das allerdings dürfte schwerfallen.
Wie konnte ihr gelingen, was bisher mißlang?