You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Hitlers Vater Alois war einfacher Handwerker. Schon mit siebzehn Jahren hegte er ehrgeizige Träume. Sie gingen dreiundzwanzig Jahre später in Erfüllung, als Alois Schicklgruber (der Familienname wurde später aus ungeklärten Gründen in Hitler geändert) kleiner Beamter im Zolldienst Seiner Kaiserlichen Majestät von Österreich wurde. Selbst nach der Pensionierung bestand Vater Hitler darauf, daß man ihn mit seinem vollen Titel anredete. Zu jener Zeit wurde er unstet und zwang seine Familie, mehrere Male den Wohnsitz zu wechseln. Er tyrannisierte seine Frau und die Kinder; mit einem Pfiff durch die Finger pflegte er seinen Sohn Adolf herbeizurufen.
Für Hitlers Vater waren persönliche Überheblichkeit und soziale Unzufriedenheit charakteristisch. Seine Familie behandelte er despotisch, seiner Umgebung zeigte er Verachtung. Er war der typische mißgünstige Kleinbürger, der sein Milieu verabscheut, die Arbeiterklasse verachtet und sich gern mit den Mächtigen identifiziert.
Bei seinem Sohn Adolf verband sich die gleiche Grundeinstellung mit noch größerer Ruhelosigkeit und Verbitterung. Seine Aufsässigkeit, Gehässigkeit und kriecherische Unterwürfigkeit gegenüber den Mächtigen wurde durch verdrängte Feindschaft gegenüber dem Vater verschärft. Als Adolf Hitler mit der Autorität der Lehrer konfrontiert wurde, übertrug er seine Mißgunst gegenüber dem Vater auf sie. Jede Überlegenheit einer Klasse, der Leistung oder einfach der physischen Kraft rief bei ihm stets heftigsten Groll und Trotz hervor.
Die Autobiographie des Führers enthält einige interessante Unrichtigkeiten, die von Olden und Heiden in ihren ausgezeichneten Monographien über Hitler analysiert wurden. Hitler fälschte seine Vergangenheit bewußt, um seine Person aufzuwerten, um etwas Glanz auf die düsteren Kapitel seines Lebens zu werfen und um Einzelheiten zu vertuschen, die nicht in das gewünschte Muster paßten. In seiner Autobiographie z