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Redaktionelle Vorbemerkung: Der nachfolgende Aufsatz rollt das theoretische Arbeiten des 1977 verstorbenen Analytikers Harold Lincke wieder auf, welchem - anders als dem Wirken seiner Freunde Parin und Morgenthaler (siehe vorangehender Artikel) - eine prägende Spur im Seminar versagt blieb. Wie denkend wird jemand zu einer Leitfigur, wie denkend vergessen?
Martin Kuster setzte mich auf die Spur von Harold Lincke. Ich war bereit, mich auf das posthum von Hans-Jürgen Heinrichs 1981 herausgegebene Werk „Instinktverlust und Symbolbildung“, eine biologische Fundierung des Symbolbegriffs, einzulassen. Von diesem Werk ließ ich mich verführen, ihm entlang und über es hinaus nachzudenken.
Lincke zielt vom biologischen Fundament, den Trieben, auf das Objekt. Aus diesem Ziel, dem Objekt, begann ich zurückzublicken auf den Trieb. Hin- und herspringend, von seinem Standort zu seinem Ziel, und von diesem als neuem Standort zurück, entwickelte sich eine Auseinandersetzung mit seinem Fundament und der Bedeutung des Objekts. War diese immer schon dagewesen?
Das in Linckes Modell vorausgesetzte genetisch Eigentliche ist der paterialistische Mythos seiner Geschichte der Seele. Indem ich ihr dieses Eigentliche entwende, entsteht die ihr verwandte Geschichte unter dem materialistischen Mythos.
„Das ‚missing link‘ zwischen Natur und Geisteswissenschaften“ (S. 184) gefunden zu haben ist Linckes Anspruch. Damit sei „die Spaltung zwischen naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Betrachtungsweisen grundsätzlich überbrückt. Die Symbolfunktion wird biologisch erklärt und der Umschlag von einer biologisch-stammesgeschichtlichen Existenzform in eine von der Kultur- und Lebensgeschichte geprägte mit dem Aufkommen einer neuen Klasse von Objekten begründet“, sagt sein letzter Satz (S. 186). „Ich habe (diese) die Natur-von den Geisteswissenschaften trennende Lücke in unseren theoretischen Vorstellungen durch das Konzept des Bedeutungsträgers z