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Im Kontext der Debatten um die rechtliche Verankerung der Psychoanalyse, aber auch um die Ausbildung der Psychoanalytiker, fällt immer wieder der Term „Wissenschaftlichkeit“. Durch die Abstützung auf sie hoffen ihre Protagonisten, dem Verdacht der Willkür, des Regellosen, ja, der Scharlatanerie zu entkommen. Rückt die Psychoanalyse ohne Wissenschaftlichkeit nicht tatsächlich in die Nähe der Geistheiler, Handaufleger und Wahrsager?
Das Bemühen um eine solide Verankerung hat eine Menge von Publikationen nach sich gezogen, die sich mit der Methodik der Psychoanalyse oder mit Gesetzmäßigkeiten des Psychischen beschäftigen. Die Evaluationsforschung soll dann Aufschluß geben über die Resultate der wissenschaftlich angeleiteten Psychoanalyse. Aber das entbindet nicht von der Frage, was im besten Fall von der Wissenschaftlichkeit zu erwarten ist.
Als wissenschaftlich gelten Aussagen, die überprüfbar und allgemein gültig sind.1 Das Subjektive beschränkt sich darauf, daß es im Intersubjektiven aufgehoben wird, d.h., daß wissenschaftliche Resultate dann vorliegen, wenn jedes Subjekt unter den selben Bedingungen zu identischen Resultaten kommt. Eben dies meint der etwas mißverständliche Term „objektiv“, der den Wegfall des erkennenden Subjekts suggeriert, wo doch dieses für den Prozeß der Erkenntnisgewinnung nötig ist, allerdings nur in der Weise, daß das Subjektive seiner Subjektivität zurücktritt, daß diese austauschbar ist.
Bereits aufgrund dieser einfachen Überlegung zeichnet sich ein Konflikt ab: In der Psychoanalyse geht es um das Singuläre des Analysanten*, unter Bedingungen, die zwar intersubjektiv vergleichbar sind (setting, metapsychologische Konzepte), was aber nicht heißt, daß sie für jeden gleich erfahren werden; die Subjektivität des Analytikers ist keinesweg belanglos für das, was in der analytischen Kur geschieht; verfehlt wäre es, seine „Leistung“ auf Beobachtung zu reduzieren. Wie könnte daraus eine Deutung entstehen?
Notwendigerweise mündet die Debatte um die Wi