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Ein Reiz unseres Aufsatzes über den Berliner Arzt Felix Gattel (Hermanns/Schröter 1991 = FG) bestand darin, einen fast vergessenen Mann aus dem Dunkel der Geschichte hervorzuheben und alle erreichbaren Spuren seines Lebens zu versammeln. In diesem Sinn stellen wir im folgenden einige Zusatz-Informationen vor, die uns inzwischen bekannt geworden sind.1
Unsere früheren Recherchen ergaben (FG, S. 45), daß Gattel vor dem 17.10.1904 gestorben ist. Tatsächlich war sein Todestag der 24. August. Das geht aus zwei Anzeigen in der Vossischen Zeitung vom 26.8. hervor.2 Die redaktionelle Notiz (unter „Lokales“ ) nennt als Todesursache „Herzlähmung“ und vermeldet, daß Gattel mehrere Jahre als Nervenarzt in der „Poliklinik des Vereines für häusliche Gesundheitspflege am Weinbergsweg“ gewirkt habe.3
Die Familienanzeige in derselben Zeitung gibt an, daß die Beerdigung am 28.8. „von der Leichenhalle des Hedwigkirchhofes, Liesenstraße“ stattfinde. Es handelt sich um den Friedhof einer katholischen Kirche, was uns über Gattels Konfession aufklärt. Die Anzeige ist unterschrieben „Im Namen der Hinterbliebenen/Frau Henriette Gattel“ und spricht von dem Verstorbenen als „mein geliebter Sohn, unser treuer Bruder“ . Im Sterberegister der Katholischen Pfarrgemeinde St. Hedwig (S. 226/269, Nr. 257) steht in der Rubrik „Hinterbliebene“ genauer: „Mutter, ein Bruder, eine Schwester“ . Henriette G., die Mutter von Felix, war offenbar verwitwet, er selbst bei seinem Tod unverheiratet.
Gattels Mutter nennt in ihrer Anzeige die Adresse „Matthäikirchstr. 10“ . So ist sie auch im Berliner Adreßbuch 1905 verzeichnet, als „Henriette [G.], Witwe, Rentiere“ . In der Ausgabe 1903 erscheint mit derselben Adresse ein „Bernhard, Rentier“ (in allen anderen konsultierten Bänden „B.“ ). Zweifellos der Vater von Felix, der Mann Henriettes, der zwischen 1903 und 1904 gestorben sein muß. Er taucht erstmals im Berliner Adreß-Buch für das Jahr 1896 als wohnhaft in der Matthäikirchstraße auf.