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Die Ideengeschichte der Kinderanalyse fängt in der Regel bei Sigmund Freud und den ersten Versuchen seiner Schüler, insbesondere seiner Bewunderin Hug-Hellmuth1 an. Von hier aus werden die Entwicklungslinien dann über Melanie Klein einerseits und Anna Freud andererseits gezogen. Unabhängig hiervon stellt die Kinderanalyse um C. G. Jung, der ab 1910 Kinderpsychoanalytikerinnen ausbildete, eine eigene Linie dar (Graf-Nold 1988, S. 162).
Wurde bisher ausführlich die Entwicklung der Kinderanalyse in Wien mit Hermine Hug-Hellmuth, Anna Freud, in London mit Melanie Klein und in der Schweiz mit C. G. Jung, Oskar Pfister und später Zulliger beschrieben, so ist die Berliner Szene der 20er Jahre mit ihrer verdichteten Entwicklung der Einflüsse von allen kinderanalytischen Anfängen nicht annähernd gleich gewürdigt worden. Das ist verwunderlich, da doch die kinderanalytische Szene in Berlin gerade in den Jahren von bis sehr zentriert und ausklingend bis 1933 die Vielfältigkeit aller späteren kinderanalytischen Schulen ‚in nuce‘ enthielt. Erst in letzter Zeit nimmt auch die Beschäftigung mit den Anfängen der Kinderanalyse wieder zu (vgl. Müller-Küppers 1992, S. 200 - 206).
Der Aufbau des Berliner Instituts fiel in die Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges, die als Aufbauzeit die ‚wilden 20er Jahre‘ genannt wird. Die politischen Auseinandersetzungen und die Spannungen der sozialen Kräfte in der beginnenden Weimarer Republik bezeichneten nicht nur eine Zeit der Unruhe, sondern auch des intensiven Aufbaues.
Auch die politisch interessierten Psychoanalytiker der jüngeren Generation suchten ihr politisches Engagement mit den Ideen der Psychoanalyse, mit der Aufbruchstimmung zu verbinden. Die turbulenten Bewegungen der Nachkriegszeit in vielen europäischen Städten brachten eine Auflösung der