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Wie der Herausgeber Hans Red zu Beginn seines Vorwortes schreibt, dokumentiert das dreibändige Werk „den Dialog zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Psychoanalyse, Zürich-Kreuzlingen und Vertreterinnen und Vertretern der Demokratischen Psychiatrie in Italien. Es besteht aus einer chronologisch geordneten Sammlung von Referaten, Diskussionsprotokollen, Tagungsberichten, Aufsätzen, Stellungnahmen und Aufzeichnungen von Seminarien aus den Jahren 1970 bis 1992“ (S.V.).
Zu Beginn stand sowohl in Italien als auch in Kreuzlingen das Ringen um einen Standpunkt in Psychiatrie und Psychoanalyse im Vordergrund, der den Zeichen der Zeit adäquat entsprach. In Italien wollte man gewisse Früchte der traditionellen Psychiatrie in einer neuen Prägung aufnehmen, beispielsweise die anthropologischen Ansätze der Daseinsanalyse, ohne deren politisch konservative Konsequenzen ziehen zu müssen. Die Sozialpsychiatrie sowie die Antipsychiatrie Englands zogen die Italiener nicht sonderlich an, sie erschienen ihnen politisch zu oberflächlich und zu psychologisierend. Etwas extrem formuliert: In England wollte man die Psychiatrie reformieren, in Italien wollte man die Psychiatrie aufheben.
In Kreuzlingen war es auch ein echtes Anliegen, die Daseinsanalyse Ludwig Binswangers in der Psychotherapie der siebziger Jahre lebendig aufzubewahren. Norman Elrod, der in diesen drei Bänden eine zentrale Rolle spielt, wurde bereits in der letzten Hälfte der fünfziger Jahre Kollege von Ludwig Binswanger und später sein Freund. Elrod wußte, daß Binswanger, obzwar sicher kein Revolutionär, voll hinter konsequenten Versuchen stand, das Beste aus dem Zeitalter der Aufklärung zu verwirklichen. Was hieß dies aber in den siebziger Jahren?
Elrod und seine Kolleginnen und Kollegen wie Monika Amann, Arnold Frauenfelder, Hedi Haffner, Dagmar Kötscher, Christiane Kühn und Hartmut Rostek, die dieses Erbe bewahren und weiterführen wollten, wußten auch nicht so genau, wie diese Psychotherapie beziehun