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Die Bedeutung der „Ersten deutschen Zusammenkunft für Psychoanalyse“ am 11. und 12. Oktober 1924 in Würzburg wurde unlängst in einer ausführlichen Publikation gewürdigt (Weiß, Lang 1996). Die Idee zu dieser Zusammenkunft ging von Karl Abraham aus und entstand im April 1924 auf dem 8. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Salzburg. Ziel der Veranstaltung, zu der 48 Psychoanalytiker aus dem In- und Ausland im Würzburger Hotel „Schwan“ zusammengekommen waren, war es - so das Korrespondenzblatt der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung -, „zwischen den in verschiedenen Teilen Deutschlands verstreut lebenden Anhängern der Psychoanalyse einen engeren Konnex herzustellen (…), teils um die Mitglieder der Vereinigung und sonstige Anhänger unserer Wissenschaft einander näher zu bringen, teils um Interessenten, die sich über die Arbeitsweise der Psychoanalyse unterrichten wollen, eine entsprechende Gelegenheit zu bieten“ (Abraham, 1924 S. 490). Wie Alix Strachey, die an der Würzburger Zusammenkunft teilgenommen hatte, in einem Brief an ihren Ehemann in London berichtet, war es die Absicht der Organisatoren, „wilde“ Analytiker in die Bewegung einzubinden und sie von der Notwendigkeit einer eigenen Analyse zu überzeugen (Meisel, Kendrick, S. 149). Diesem Ziel dienten vor allem die Berichte von Ernst Simmel und Hans Sachs über die im Berliner Institut entwickelte Lehr- und Ausbildungstätigkeit, die in dieser Form weltweit erstmals auf den drei Grundsäulen theoretischer Unterricht, Lehranalyse und der Übernahme eigener supervidierter Behandlungen beruhte (vgl. Brecht et al. 1985, S. 32).
Die Organisation der Würzburger Zusammenkunft wurde Karl Landauer übertragen. Dabei hatten für die Wahl Würzburgs als Kongreßort neben den günstigen geographischen und verkehrstechnischen Gegebenheiten möglicherweise auch Abrahams Erinnerungen an seinen früheren Studienort eine Rolle gespielt. Eine zweite, rein deutsche Zusammenkunft war ursprünglich für 1925 in Weimar geplant, fa