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Es war ein gelungenes Fest; die 300 Teilnehmer waren sich einig. Sparmaßnahmen haben manchmal positive Folgen: nach der ersten Zusammenkunft im unpersönlichen und wegen seiner Nazi-Vergangenheit berüchtigten Maison de la Chimie tagten wir diesmal in Alain de Mijollas ehemaliger Schule, dem Lycée Saint-Michel de Picpus, das uns großzügig Klassenräume, Kantine und Schulhof geöffnet und herrliches Sommerwetter beschert hatte.
Die negative Seite der Sparmaßnahmen war das Fehlen der deutschen Simultanübersetzung. Waren deshalb nur wenig deutschsprachige Teilnehmer angereist? Was vielleicht bei der nächsten Zusammenkunft beachtet werden sollte, betrifft die Einrichtung der nach Sprachgruppen getrennten Kurzreferate. Mehr als 30 Kurzreferate wurden angeboten. In vielen Gruppen, vor allem in den deutschen Gruppen, waren mehr Referenten als Zuhörer … und hochinteressante Themen mußte man einfach „fallenlassen“, mit der vagen Hoffnung auf eine nachträgliche Lektüre in einem Sammelband, für den leider vorläufig auch die Mittel fehlen. Vorträge, die man gerne im großen Auditorium mit der Möglichkeit zur Diskussion gehört hätte. Hier nur einige Titel aus der deutschsprachigen Mini-Gruppe: zum Beispiel das Referat von Günter Gödde, (Berlin), „Freuds Hinwendung zur Philosophie in der Mitte der 1890er Jahre“, ein Thema, über das noch recht wenig geforscht worden ist. Oder das Referat von Eva Laible (Wien), „Die Psychoanalyse ist nicht aus dem Stein gesprungen“, oder das Referat von Heinz Stübig (Marburg): „Die Militarisierung des deutschen Bürgertums, Institutionelle Mechanismen und psychologische Folgen“ - ein, in leider nur kleinstem Kreis, lebhaft di