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Anzuzeigen und hoch zu rühmen ist hier das singuläre Lebenswerk einer bisher über engste Fachkreise hinaus unbekannten Frau, Alma Kreuter aus München-Unterhaching, die 70 Jahre lang im Schatten großer Männer der deutschen Psychiatrie gestanden hat (ab 1924-1969 als Chefsekretärin der Münchener Psychiatrieordinarien) und nun im Alter endlich ihr ureigenstes Projekt vollenden und der zeitgenössischen Wissenschaftlergemeinde zur Verfügung stellen konnte. Im Geleitwort von Hippius und Hoff wird darauf hingewiesen, daß Frau Kreuter, ausgehend von der redaktionellen Arbeit für Kurt Kolles dreibändiges Werk über die „Großen Nervenärzte“, weiterhin biographische und bibliographische Informationen auch über die „kleinen Nervenärzte“ zusammengetragen hatte und bis zuletzt auf dem neuesten Stand hielt. Aus dieser Sammlung von mehreren Leitzordnern, die von Eingeweihten schon länger benutzt werden konnten, ist das auch von der Ausstattung und Benutzerfreundlichkeit her gesehen überaus gelungene Lexikon entstanden.
Der vierten Umschlagseite ist zu entnehmen, daß die drei Bände biobibliographische Einträge zu 2.427 Persönlichkeiten aus der Neurologie, Psychiatrie, Neurochirurgie, Universitäts- und Anstaltspsychiatrie sowie angrenzenden Fachgebieten enthalten. Die Einträge beginnen zeitlich bei Agrippa von Nettesheim und Paracelsus und enden mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs (wobei noch lebende Personen nicht aufgenommen wurden). Weiterhin wird auf die einheitliche Struktur der Artikel nach Name, Geburts- und Sterbedaten, Kurzbiographie, Quelle oder Angabe über weiterführende Literatur und Zitat (bis ca. ) mit Literaturangabe (bis ca. ) hingewiesen.
Schon beim ersten gleichsam „Spazierenblättern“, wozu das Lexikon förmlich einlädt, werden dem Interessenten eine Fülle neuer Einzelinformationen und Bezüge deutlich, wobei insbesondere die jeweiligen Gesamtbibliographien, bei denen zumeist Vollständigkeit angest