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Foulkes fand es unnatürlich, Psychotherapie unter vier Augen zu veranstalten. Für ihn war ganz klar, psychische Störungen entstehen charakteristischerweise nicht nur zwischen zwei Menschen. Selbst die Traumatisierung durch eine einzige Person, so können wir in der Tat heute hinzufügen, ist ein Ereignis, das sich nur scheinbar zwischen Zweien abspielt. Der „Onkel“, der ein Kind mißbraucht, bewegt sich zuvor innerhalb der Familie, die dem Kind Vertrauen vermittelt: im inneren Feld der Familie oft, oder aber er erwirbt typischerweise den Anschein von Vertrauenswürdigkeit an der Peripherie von Familie oder Nachbarschaft.
Aber auch Neurosen, psychosomatische Erkrankungen, ja, schizophrene Psychosen entstehen, so sehen wir es heute, eben nicht durch die „kalte“, „uneinfühlsame“, „schizophrenogene“ usw. Mutter, wie es Lehrbücher jahrzehntelang vertraten: Mütter sind Teil ihres sozialen Feldes, ihrer Ehe- und Familiendynamik und gestalten die Beziehung zu ihrem Baby von vornherein im Rahmen der eigenen Beziehungen.
Für Foulkes war eine klare Konsequenz aus diesen Einsichten, sich dem Kräftespiel und dessen pathogenen Einflüssen in Familien zuzuwenden, Gruppentherapie aus Gründen der Vereinfachung, als Ersatz quasi für die damals noch nicht recht machbar erscheinende Familientherapie zu entwickeln. Die therapeutische Gruppe wurde dabei als Stellvertretergruppe für natürliche Gruppen, wie die Familie z. B., gesehen.
Damit griff er eine zentrale wissenschaftliche Diskussion seiner Zeit auf. Mächtige Bestrebungen, die in der Gefolgschaft von Descartes und der Tradition der englischen Empiristen dazu angesetzt hatten, die Psychologie einer religiös verankerten „Innenschau“ zu entreißen, hatten zur Überbetonung jeweils letzter unteilbarer Bestandteile aller psychischen Prozesse geführt: Seelenlehre als Elementenpsychologie.
Foulkes hingegen griff bekanntlich entschieden das Gestaltkonzept auf: das einzelne psychische Phänomen als Teil e