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Als ich am 1.10.1959 nach Heidelberg kam, eröffnete mir Prof. A. Mitscherlich bei meiner Ankunft, daß er mich als Mitarbeiter für das neu gegründete Institut in Frankfurt vorgesehen hatte. Deshalb konnte ich in Heidelberg nur ein kurzes Gastspiel geben, weil ich mich als erster und vorerst einziger Mitarbeiter um die Einrichtung des neuen Instituts zu kümmern hatte.
Mit diesen einleitenden Bemerkungen gebe ich zu erkennen, daß ich die Geschichte der Gruppenarbeit in Frankfurt als meine persönliche Geschichte im Sinne einer Biographie erzählen möchte. Nach einer so langen Zeit von fast 40 Jahren verblassen manche Erinnerungen und manche meiner Kollegen werden die Ereignisse jener Zeit anders erlebt haben. Ich betone damit meine subjektive Sicht und entschuldige mich bei denen, die sich durch meine Darstellung nicht genügend gewürdigt fühlen oder deren Arbeiten ich nicht vollständig aufgelistet habe.
Am 27.4.1960 wurde das „Institut und Ausbildungszentrum für Psychoanalyse und Psychosomatische Medizin“ offiziell eröffnet. (Erst mit der Einweihung des neuen Hauses, das wir im Oktober 1964 bezogen, firmierte es unter seinem neuen Namen „Sigmund-Freud-Institut“). In seiner Eröffnungsansprache gab der neue Institutsdirektor Prof. Mitscherlich die Aufgaben des Instituts bekannt: „Unsere Hauptaufgabe wird in der Ausbildung von Ärzten zu Psychoanalytikern liegen.“ „Über dieses Ausbildungsprogramm hinaus möchten wir aber noch ein zweites in Angriff nehmen, in dem sich die Anwendung psychoanalytischer Erkenntnisse mit einem neuen Typ der Forschung verbindet, und zwar der Forschung in und durch eine Gruppe. An die Vertreter von zwei Berufen wollen wir uns dabei zuerst in der Hoffnung auf ihre Mitarbeit wenden: An die praktischen Ärzte und die Lehrer“ (Ansprachen zur Eröffnung des Instituts).
Uns, den ersten und durch viele Jahre gemeinsamer Arbeit verbundenen Mitarbeitern W. Loch, H. Vogel und mir, wurde endgültig deutlich, daß das Frankfurter Institut nicht die Tradition der Heid