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Wie sein Biograph Dieter Langer (Paul Ferdinand Schilder, Leben und Werk, Med. Diss. Mainz 1979, hier S. 203) herausgefunden hat, datieren Schilders erste Bemühungen um psychoanalytisch orientierte Gruppentherapie bereits aus seinen letzten Wiener Jahren, bevor er 1928 als Gastprofessor an die Phipps Klinik an der Johns Hopkins Universität in Baltimore berufen wurde und ab 1930 die Direktion der Psychiatrischen Abteilung des Bellevue Hospitals in New York übernahm. Hier konnte er seine gruppentherapeutischen Vorstellungen systematisch umsetzen und publizistisch auswerten. Neben mehreren Aufsätzen mit weitgespannter Thematik (wie der über „The Social Neurosis“ im Nervenarzt von ) finden sich drei explizite Arbeiten zur Gruppentherapie: neben dem hier erstmals im deutschen Sprachraum nachgedruckten Titel von 1939 noch zwei andere: The Analysis of Ideologies as a Psychotherapeutic Method, Especially in Group Treatment. In: American J. Psychiat. 93 , 601-617. Introductory Remarks On Groups. In: Soc. Psychol. 12 85-100.
Schilder wird als Eklektiker und unorthodoxer Psychoanalytiker gerühmt, der gleichzeitig von der Medizin und der Philosophie herkommend, bereits mit klassischen Monographien zum Körperschema, zur Medizinischen Psychologie, zur Hypnose und seinem Entwurf zu einer Psychiatrie auf psychoanalytischer Grundlage von 1925 hervorgetreten war, bevor er auch in den USA den Einfluß der Psychoanalyse auf die Psychiatrie (so ein Titel von ) entscheidend befördern half. Bach und Illing haben Schilders Beitrag zur Gruppentherapie wie folgt gewürdigt (zitiert nach Langer, S. 203): „Schilder war es, der das Wort prägte, daß sich die Psychoanalyse,… im Geiste einer vollständigen inneren Freiheit …‘ in der Gruppenpsychotherapie bewege, im Gegensatz zu den meisten Psychoanalytikern, die sich fürchteten, ihren Patienten gefühlsmäßig zu nahe zu treten. Schild