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Es sind zehn ausgewiesene Analytikerinnen und Analytiker lacanianischer Prägung, die sich in diesem „Jubiläumsband“ zur Sprache melden. Die meisten sind bereits bekannt aus einem Buch, das ich im heutigen Zusammenhang nicht unerwähnt lassen möchte, „Rückkehr der Psychoanalyse über den Rhein. Lacan und das Deutsche“ (Freiburg/Br., Kore, , hg. von Jutta Prasse und Claus-Dieter Rath). Daß es also die Bilanz von „Lacanianern“ ist, könnte manchen abschrecken. Zu unrecht. Die meisten Beiträge sind in einer Sprache geschrieben, die auch der Nichtlacanianer durchaus verstehen kann, wenn er will. Inhaltlich hat der Band jedem, der mit der klinischen und theoretischen Relevanz der Psychoanalyse und ihren derzeitigen historischen und institutionellen Nöten in irgend einer Weise beschäftigt ist, mancherlei zu bieten. Er verdient gelesen zu werden, und er verdient eine ausführliche Stellungnahme.
Bevor ich mich, als Nichtlacanianer, aber Lacaninteressierter, den einzelnen Beiträgen zuwende, wenige Bemerkungen zum Gesamtband. Wer unter diesem Titel einen historischen Wälzer, der sich mit der glorreichen Vergangenheit, der eher konfliktträchtigen Gegenwart und einer hoffnungsvollen Zukunft der Psychoanalyse beschäftigt, befürchtet, sieht sich angenehm überrascht von dem relativ schmalen, ansprechend edierten Band. Es ist ein sympathisches Buch, wenn so etwas wie Sympathie bei einem immerhin wissenschaftlichen Sammelband in Anschlag gebracht werden darf. Er ist sympathisch, weil er unprätentiös daherkommt. Zehn Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker - fraglos dem psychoanalytischen Diskurs nach Lacan verpflichtet - zeigen etwas von ihrem Denken, ihrem Umgang mit Freud und Lacan, mit Klinik und Theorie. Und die zehn Versuche stehen einfach so da. Keine Festreden, wie die Herausgeber im Vorwort selber sagen, „sondern aktuelle Fragen und Probleme, die sich heute in der konkreten Arbeit an und mit der Psychoanalyse stellen“ (S. 8). Sie verzichten auf jede weitere Leserlenkung und Vo