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Vorfrühlingshafte Temperaturen und der gewohnt herzliche Empfang im Institut für Geschichte der Medizin durch G. Fichtner und A. Hirschmüller bildeten mit dem Eingangsreferat von E. Federn - Vom Es zum Wir: Zur Geschichte der Ichpsychologie der Psychoanalyse - einen spannenden Auftakt zu einer Tagung, die v. a. von der Spannung zwischen familiärer Vertrautheit und wissenschaftlicher Neugierde der Teilnehmer lebt, die bereits seit Jahren immer wieder zu diesem in Deutschland einmaligen Forum kommen. Dies ist nicht zuletzt auch E. Federns Verdienst, dem es als Zeitzeugen immer wieder gelingt, seine Zuhörer in Bann zu schlagen und die Vergangenheit vor dem inneren Auge lebendig werden zu lassen. So auch mit seinem Parforceritt durch eine wichtige, aber im mainstream des psychoanalytischen Diskurses zu wenig beachtete Adaptation und Ergänzung der psychoanalytischen Metatheorie zum ICH durch P. Federn. Insofern E. Federn mit seiner Person und seinem klinischen Wissen als lebendige historische Informationsquelle gesehen werden kann, stellt er für dieses Forum geradezu einen Glücksfall dar. Da hatte es B. Handlbauer - Ergebnisse eines Oral-history-Projektes über den Einfluß von Wiener Emigranten auf die Psychoanalyse in den USA - bedeutend schwerer bei seiner Suche nach lebenden Zeitzeugen in den USA. Auch wenn er von vielen emigrierten Wiener Analytikern nur noch deren Spuren folgen konnte, wurde deutlich, wie groß der Verlust in wissenschaftlicher und kultureller Hinsicht für die europäische Analyse war und ist. Darüber hinaus ist es immer wieder bestürzend, allein durch die abstrakte Zahl der Flüchtlinge vor dem Naziterror, an die menschlichen Schicksale und Tragödien erinnert zu werden. Um so verdienstvoller sind seine Bemühungen, die immer noch vorhandenen Wissenslücken zu füllen und damit dem Vergessen entgegenzuarbeiten. Natürlich wurde in der Diskussion auf die nicht geringen Schwierigkeiten der methodischen und finanziellen Realisierung hingewiesen. Dennoch ist di