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Die folgende Skizze stellt einen Brief Steff Bornsteins an Otto Fenichel zur Diskussion und ist im Rahmen meiner Arbeit an der Biographie Otto Fenichels entstanden. Sie versteht sich als ein Beitrag zur Geschichte der psychoanalytischen Bewegung in der tschechoslowakischen Republik der dreißiger Jahre und soll einen Einblick bieten in die Binnenstruktur und Arbeitsweise einer kleinen psychoanalytischen Gruppe, die zwischen 1933 und 1939 in Prag wirkte. Abgesehen von den Initiatoren und den Protagonisten der „Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft“ ist über die Zusammensetzung dieser Gruppe, einschließlich der Ausbildungskandidaten, Kursteilnehmer und Gäste, bisher wenig bekannt, die Stellung innerhalb der zentraleuropäischen psychoanalytischen Bewegung noch nicht ausreichend beleuchtet. Im Mittelpunkt meines Beitrages steht die Diskussion um die psychoanalytisch-pädagogische Ausbildung, die von Steff Bornstein in Prag aufgebaut wurde. Der mit Otto Fenichel geführte Disput über die Form des Unterrichts und der Weiterbildung von Pädagogen fällt in genau die Zeit, da diese Ausbildungsfragen innerhalb der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung diskutiert wurden.1
Prag, den 9.3.1937
Lieber Pan Chef,3
Du hättest Dir Deinen langen Brief ersparen können, wenn Du neulich bei der Unterredung mit Annie und Thomas Dich hättest orientieren lassen wie du eigentlich wolltest, anstatt unorientiert mich gleich zu bekämpfen.4 Dein Brief wäre richtig, wenn seine Voraussetzungen zuträfen.
Es ist richtig, daß Ausbildung und Unterricht in analytischer Pädagogik, insofern sich Mitglieder der IPV daran beteiligen, Angelegenheit der Vereine sein muß. So gebe ich zu, daß ich mit Dir und Annie über meine Zusammenarbeit mit der Weiß hätte sprechen sollen.5 Selbstverständlich