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Diese kleine Mitteilung soll nichts anderes sein, als ein kurzer Bericht über die Einleitung einer Kinderanalyse, die infolge der Haltung der kleinen Patienten mit besonderer Vorsicht gehandhabt werden musste. Wir wissen, dass die Bedingung der Analysierbarkeit der Erwachsenen, die Krankheitseinsicht vom neurotischen Kinde nicht zu erwarten ist. Die Lebensumstände des Kindes ermöglichen es, dass unter Umständen selbst schwere neurotische Störungen von ihm keineswegs als quälend empfunden werden müssen; es ist gewöhnt, dass sein neurotisches Verhalten von den Erwachsenen nicht als Krankheit bewertet wird, sondern als „Unart“, in manchen Fällen macht ihm sein Symptom scheinbar Spass, und es entdeckt erst in der Analyse, dass es sich in Wahrheit in seiner Welt nicht gut fühlt. Darum muss es, wie Anna Freud sagt, zum Krankheitsgefühl erst „verführt“ werden.
Meine kleine Patientin war dadurch noch schwerer zugänglich, dass sie überhaupt keine auffallenden Symptome produzierte; sie zeigte den Ansatz zu einem Zwangscharakter, und fiel eher dadurch auf, dass sie stets gleichmässig und uninteressiert, dem Anschein nach als das Ideal eines „braven Kindes“, verschlossen ihrer Wege ging. Auch ihr Alter von 12 Jahren war für eine Analyse ungünstig. Die „Spieltechnik“ war erschwert, da dieses Kind nie wirklich gespielt hat. Die Mutter, selbst eine schwere Zwangsneurotikerin, hat nie begriffen, dass Kinder spielen wollen und müssen und hat für ihre Tochter nur „ernste“, intellektuelle Ambitionen. Die kleine Klara, das Kind einer sehr wohlhabenden Frau, besitzt eine einzige Puppe, die schon seit Jahren unberührt im Puppenwagen sitzt, hatte auch niemals andere. Die Mutter, die seit längerer Zeit in analytischer Behandlung ist, entdeckte im Laufe ihrer eigenen Analyse, dass für das Kind etwas getan werden müsse. Vor allem kränkte es die Mutter, dass die Kleine, trotz ihrer auffallenden Intelligenz, in der Schule nicht recht mitkam. Sie war völlig uninteressiert und affektgesperrt. Als